Kirche · UNESCO-Welterbe

Trierer Dom St. Peter

Innenstadt · Eintritt frei · Apr-Okt 6:30-18, Nov-Mar 6:30-17:30

Westfassade des Trierer Doms St. Peter
Foto: Krzysztof Golik, CC BY-SA 4.0

Der Trierer Dom geht in seinen Kernmauern auf den konstantinischen Kirchenbau des 4. Jahrhunderts zurueck. Romanische Doppelturmfassade, gotischer Heiltumsumgang und barocke Kapelle des Heiligen Rocks. Die Reliquie wird nur bei seltenen Wallfahrten ausgestellt - die letzte zog 2012 ueber eine halbe Million Pilger an.

Der Dom wuchs über viele Jahrhunderte zu einem steinernen Geschichtsbuch heran. Auf dem konstantinischen Kern des 4. Jahrhunderts setzte im 8. und 9. Jahrhundert eine karolingische Erneuerungsphase auf, die der Anlage ihre wuchtige romanische Pragung gab. Im Spätmittelalter kamen gotische Erweiterungen hinzu, während Renaissance und Barock vor allem die Innenausstattung formten. So treffen unter einem Dach romanische Strenge, gotische Spitzbogen und barocke Pracht aufeinander, ergänzt durch eine der ältesten Krypten Deutschlands, die zugleich als Grablege und Reliquienraum dient.

Berühmteste Reliquie ist der Heilige Rock, der als Tunika Jesu Christi verehrt wird und nur zu seltenen Wallfahrten öffentlich gezeigt wird. Diese Heilig-Rock-Wallfahrten zählen zu den größten religiösen Ereignissen Deutschlands: 1995 kamen über 700.000 Pilger nach Trier, 2012 rund 500.000 und 2016 noch einmal etwa 270.000 Gläubige. In den übrigen Jahren bleibt der Heilige Rock verschlossen, sodass Besucher stattdessen den reichen Domschatz mit mittelalterlichen Altären, Skulpturen und liturgischen Geräten entdecken können.

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