Antike · UNESCO-Welterbe

Kaiserthermen

Trier-Sued · ab 4 € · Apr-Sep 9-18, Mar/Okt 9-17, Nov-Feb 9-16

Doppelbogen der Kaiserthermen in Trier
Foto: Virtual-Pano, CC BY-SA 4.0

Die Kaiserthermen entstanden im 4. Jahrhundert als Repraesentations-Thermen der Kaiserresidenz. Nie als Badebetrieb vollendet, spaeter Kaserne und Stadtmauer-Festung. Heute UNESCO-Welterbe, die unterirdischen Servicegaenge sind komplett begehbar.

Geplant war eine vollständige römische Badelandschaft mit dem klassischen Raumprogramm der Antike: einem Apodyterium zum Umkleiden, dem geheizten Caldarium für das Heißwasserbad, dem lauwarmen Tepidarium und dem kalten Frigidarium, ergänzt um Schwitzräume. Beheizt wurde über ein Hypokaustum, die römische Fußboden- und Wandheizung, bei der heiße Luft unter den auf Säulchen ruhenden Böden zirkulierte. Sichtbar bleiben davon vor allem die mächtigen Apsiden des Caldariums und das weit verzweigte Netz der unterirdischen Bedien- und Versorgungsgänge, durch die einst Brennmaterial und Wasser zu den Heizanlagen gebracht wurden.

Nach dem Ende der römischen Herrschaft verfiel die Anlage und diente über Jahrhunderte als Steinbruch für den Trierer Baubestand. Erst im 19. Jahrhundert rückten die Kaiserthermen wieder ins Interesse: 1818 begannen die ersten dokumentierten Ausgrabungen, denen im 20. Jahrhundert umfangreiche Freilegungen und Restaurierungen folgten. Heute ergänzen Führungen sowie multimediale und virtuelle Vermittlungsangebote den Rundgang und machen die ursprüngliche Funktion der Räume für Besucher nachvollziehbar.

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