Antike · UNESCO-Welterbe

Barbarathermen

Trier-Sued · Eintritt frei

Ruinen der Barbarathermen in Trier
Foto: Berthold Werner, CC BY-SA 4.0

Die Barbarathermen wurden im 2. Jahrhundert errichtet und zaehlten zu den groessten Thermen des Roemischen Reichs. Heute sind weite Teile der Substruktion zu sehen, der Rundgang ist frei zugaenglich. Weniger touristisch als die Kaiserthermen - und beeindruckender in der Flaeche.

Die schiere Größe der Anlage macht ihren Rang unter den römischen Thermen begreifbar: Auf rund 42.000 Quadratmetern erstreckte sich der Komplex über etwa 250 Meter Länge und 145 Meter Breite. An einzelnen Stellen ragt das antike Mauerwerk noch bis zu 19 Meter in die Höhe und lässt die einstige Monumentalität der Badelandschaft erahnen. Wie in jeder großen römischen Therme durchliefen die Besucher eine feste Abfolge von Räumen, vom Kaltwasserbad (Frigidarium) über das lauwarme Tepidarium bis zum Heißwasserbad (Caldarium), ergänzt um Bereiche für Sport und geselligen Austausch.

Technisch waren die Barbarathermen auf der Höhe ihrer Zeit. Eine Fußboden- und Wandheizung nach dem Hypokaustum-Prinzip versorgte die Bäderäume mit Wärme, während Aquädukte das nötige Wasser in großen Mengen heranführten; hochwertige Materialien wie Marmor und Granit unterstrichen den repräsentativen Anspruch. Nach dem Niedergang des Römischen Reichs verfiel die Anlage und diente über Jahrhunderte als Steinbruch, weshalb heute vor allem die unterirdische Substruktion erhalten ist. Wiederentdeckt wurde sie im 19. Jahrhundert: Erste dokumentierte Ausgrabungen fanden um 1820 statt, umfangreichere Grabungen folgten ab 1878.

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